Standpunkte

Positionspapier

Das Aktionsbündnis „Langenhagener gegen Rechte Gewalt“ hat sich nach dem entsetzlichen Höhepunkt rechter Gewalt zu Himmelfahrt 2001 gegründet. Mit Bestürzung und Erschrecken haben wir ansehen müssen, wie Menschen durch politisch motivierte Straftaten von Rechts diskriminiert und verletzt wurden.

Die Besetzung des öffentlichen Raumes in Langenhagen und alltägliche Bedrohung durch Neonazis sind für uns nicht länger hinnehmbar. Wir setzen uns dafür ein, dies öffentlich zu diskutieren und gemeinsam mit der Bevölkerung zu handeln. Grundlage dafür ist eine ehrliche politische Bewertung und Einschätzung der Situation. Straßen und Plätze in Langenhagen gehören allen Menschen und der Demokratie: Wir holen uns den öffentlichen Raum zurück!

Wir kämpfen mit Kontinuität gegen faschistische Tendenzen. Dies beinhaltet für uns auch Information und Wissen über Strukturen der Neonazis, die deutsche Vergangenheit und die Auseinandersetzung mit den Ursachen des Faschismus: Gegen das Vergessen!

Das Aktionsbündnis ist politisch unabhängig und arbeitet mit allen zusammen, die unsere Grundsätze akzeptieren. Unser Handeln basiert auf demokratischen Grundsätzen. Integraler Bestandteil ist dabei für uns die Solidarität mit den Opfern von Faschismus und mit allen anderen Kräften, die sich gegen Faschismus einsetzen. Dabei stehen Menschlichkeit und Toleranz für uns an erster Stelle – keine Toleranz für Menschenverachtung!

Wir agieren gewaltfrei, wobei wir uns das Recht auf eine verhältnismäßige Selbstverteidigung vorbehalten. Wir fördern Zivilcourage.

Wir kämpfen gegen Faschismus und Rassismus: Gegen staatlichen und gesetzlichen Rassismus, der sich unter anderem in der Residenzpflicht und der Verweigerung des Wahlrechts für Migrantinnen und Migranten äußert. Grundsätzlich wenden wir uns gegen jegliche Form von Benachteiligung. In voller Anerkennung der Menschenrechte fordern wir gleiche Rechte für alle, die in Deutschland leben. Wir treten ein für Völkerfreundschaft und –verständigung.

Wir fordern ein Verbot aller faschistischen Parteien und Organisationen. Diese bilden auch eine Plattform für unorganisierte Rechtsextreme.

Wir engagieren uns in Langenhagen und der Region Hannover. Eine Vernetzung mit gleichgesinnten Gruppierungen ist uns wichtig. Wir rufen alle auf, sich an den Aktivitäten und Veranstaltungen des Aktionsbündnisses „Langenhagener gegen Rechte Gewalt!“ zu beteiligen.

Gründungsaufruf

In den letzten Wochen haben sich in Langenhagen furchtbare Szenen abgespielt. Mit Wut und Bestürzung haben wir mit ansehen müssen, wie Menschen diskriminiert und verletzt wurden und politisch motivierte Straftaten von Rechts in Langenhagen zunehmen.

Rechtsextremismus und rechte Gewalt sind menschenverachtend und kriminell. Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen. Der Staat ist in der Pflicht, hart gegen rechtsextreme Gruppierungen und Tendenzen durchzugreifen.

Wir dürfen und wollen dem rechtsradikalen Treiben nicht länger tatenlos und schweigend zusehen. Rechter Gewalt und rechten Gewalttätern muss gezeigt werden, dass sie auch in bezug auf die deutsche Geschichte nicht erwünscht sind und sie nicht länger toleriert werden.

Die Demokratie ist gefordert. Wir nehmen diese Herausforderung an und dokumentieren damit, dass wir Rechtsextremismus und Ausländerfeindlichkeit nicht dulden. Holen wir uns den öffentlichen Raum zurück!

Langenhagener Vereine, Verbände und Initiativen haben das Aktionsbündnis „Langenhagener gegen Rechte Gewalt!“ gegründet. Gemeinsam werden wir gegen Rechtextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt eintreten. Wir wollen und müssen ein Zeichen setzen: Straßen und Plätze in Langenhagen gehören den Menschen und der Demokratie – Neonazis und rechte Gewalttäter haben hier nichts zu suchen! Wir setzen uns ein für Demokratie, Menschlichkeit und Toleranz.

Wir rufen alle auf, sich an den Aktivitäten und Veranstaltungen des Aktionsbündnisses „Langenhagener gegen Rechte Gewalt!“ zu beteiligen.

Anerkennung

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