Langenhagener gegen Rechte Gewalt

Mahnmal Psychiatrie Langenhagen

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Ende November wurde auf dem Gelände der Psychiatrie Langenhagen ein neues Mahnmal von Hans-Jürgen und Almut Breuste Enthüllt. Das Objekt mit dem Namen „Anhalten alle Uhren“ ist den Menschen gewidmet, die während der NS-Zeit Opfer der Psychiatrie wurden.

Die Nervenklinik Langenhagen war ab 1940 an den sogenannten Euthanasiemorden zur Erfassung und Vernichtung psychisch kranker und behinderter Menschen beteiligt. Auch wurden hier Sterilisationen nach dem „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ und Deportationen von Sinti und Roma vorgenommen.

Auf der Webseite der Psychiatrie ist ein Artikel zum Thema Die „Nervenklinik Langenhagen“ im III. Reich abrufbar. Ebenso ist eine Pressemitteilung zur Enthüllung verfügbar.

In der neunten Ausgabe der Schriftenreihe der Gedenkstätte Ahlem äußert sich der Autor Raimond Reiter treffend zum Thema „Gedenken an die Opfer der NS-Psychiatrie:

„Auf dem Gelände eines psychiatrischen Krankenhauses mit NS-Verbrechen in der eigenen Historie ist der Besucher einer Gedenkstätte immer potentiell mit der Vorstellung konfrontiert: Hier haben nicht nur die damaligen Opfer gelebt, sondern ein Teil der jetzigen Patienten wäre damals Opfer geworden. […] Die Geschichte wird zur Hintergrundfolie einer potentiellen Gegenwartsbetrachtung mit allen sich daraus ergebenden Dimensionen möglicher Ängste, Vorurteile und moralischen Imperativen: So etwas darf niemals wieder geschehen.“

Zitat aus Seite 27/28:
Raimond Reiter; Stefanie Burmeister: “Das Schicksal der Irmgard Bartels : Opfer der NS-Psychiatrie in der Region Hannover : Erinnerungen von Frau D. an ihre Mutter : die Interviews mit Frau D. fanden 2010 statt“ Hannover : Region Hannover, 2011., ISBN 9783981421217

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