Langenhagener gegen Rechte Gewalt

Trauerveranstaltung auf dem Friedhof in Großburgwedel in der Region Hannover

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Die Gedenkveranstaltung beginnt um 17.15 Uhr auf dem Friedhof in
Großburgwedel (Thönser Straße, 30938 Burgwedel)
.

Auschwitzgedenktag: AntifaschistInnen planen Gedenken an Naziopfer

Am Mittwoch, den 27. Januar jährt sich die Befreiung des
Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee, der
Auschwitzgedenktag. AntifaschistInnen rufen zu einer Trauerfeier auf dem
Friedhof in Großburgwedel (Region Hannover) auf. Sonja Brünzels von der
Antifaschistischen Aktion Hannover: „Am Auschwitzgedenktag wollen wir
denen Gedenken, die Opfer des deutschen Faschismus waren.“

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der
AntifaschistInnen (VVN/BdA) Hannover und die Antifaschistische Aktion
Hannover [AAH] rufen für Mittwoch, den 27. Januar 2010 um 17.15 Uhr zu
einer Gedenkveranstaltung auf den Friedhof in Großburgwedel. Auf dem
Friedhof steht das Denkmal für 28 Säuglinge, Kindern polnischer
Zwangsarbeiterinnen. Diese wurden in einem „Fremdvölkischen
Kinderpflegeheim“ in Großburgwedel ermordet. Hier sollen Kränze
niedergelegt werden.
„Wir gedenken den Opfern des deutschen Faschismus und nicht den Soldaten
von Wehrmacht und SS.“ kommentiert Sonja Brünzels das Vorhaben.

Am sog. Volkstrauertag wurde auf dem Friedhof den getöteten Soldaten der
Stadt gedacht. Als bekannt wurde, dass unter den Geehrten die Namen von
SS-Angehörigen waren, wurden diese notdürftig abgeklebt. Die
Gedenkveranstaltung wurde dennoch durchgeführt. „Die deutschen Opfer
sind uns näher, die anderen dürfen nicht vergessen werden.“ hatten
evangelischer Pastor und katholischer Pfarrer gemeinsam erklärt.
„Allein das Vorhaben NS-Opfer wie KZ-Häftlinge, ZwangsarbeiterInnen und
politische Gefangene gemeinsam mit Wehrmachtsoldaten und SS-Leuten ehren
zu wollen, ist ein Skandal.“ so die AAH-Sprecherin und abschließend
„Unser Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus ist verbunden mit
dem Gedenken an diejenigen, die heute von Nazis verfolgt, angegriffen
und getötet werden. Für uns heisst Gedenken auch kämpfen – kämpfen gegen
den alltäglichen Rassismus, gegen einen rechten Konsens in der
Gesellschaft und gegen die Aktionen und Aufmärsche von Neonazis.“

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