
8. Mai: Befreiungsparty im Café Monopol
Lesung: Neonazis in Nadelstreifen
In den letzten Jahren hat die öffentliche Wahrnehmung der NPD sich schleichend gewandelt. Statt als rechte Krawallmacher sind die in den Parlamenten vertretenen Mitglieder der NPD der Öffentlichkeit als äußerlich gutbürgerliche Menschen bekannt. Auch die Strategie der Partei hat sich verändert, sie spielt stärker mit den Ängsten ihrer Mitmenschen, warnt vor sozialem Abstieg und macht sich stark gegen die Globalisierung. Die Mitglieder engagieren sich vor Ort in Vereinen, Bürgerinitiativen und Elternarbeit.
Doch hinter dieser Fassade stecken die gleichen menschenverachtenden Ideologien, deren Verbreitung die Rechtsextremen unter dem bürgerlichen Deckmantel einfacher und versteckter gelingen soll. Die brandstiftenden Biedermänner stehen dabei in engem Kontakt zu freien Kameradschaften, die extrem gewaltbereit sind und die rechten Ideologien mit der Faust verbreiten.
Diese neue Entwicklung innerhalb der rechten Szene haben Andrea Röpke und Andreas Speit in ihrem neuen Buch “Neonazis in Nadelstreifen. Die NPD auf dem Weg in die Mitte der Gesellschaft” genauer betrachtet.
Die Friedrich-Ebert-Stiftung möchte Sie gemeinsam mit der Stadtbibliothek Langenhagen und dem Bündnis Langenhagener gegen rechte Gewalt zu einer Lesung der beiden Autoren herzlich einladen.
Am 08. April 2009 um 19:30 Uhr
in der Stadtbibliothek
in der Konrad-Adenauer-Str. 6 in Langenhagen
Entsprechend §6 Abs. 1 sind Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zu zuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Veranstaltung ausgeschlossen.
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Stätten des NS-Terrors in Hannover
Am 30. April 1939 wurde das „Gesetz über Mietverhältnisse mit Juden“ im damaligen Reichsgesetzblatt verkündet. Dieses hebelte den Kündigungsschutz für Mieter jüdischen Glaubens aus, sodass diese ohne die vertraglich vereinbarten Fristen einzuhalten von ihren Vermietern gekündigt werden konnten – und ebnete somit den Weg für die systematische Konzentration von Juden innerhalb von so genannten Judenhäusern im gesamten Reichsgebiet.
Das Gesetz war damit ein wesentlicher Schritt in der gezielten Entrechtung und Entmenschlichung von Juden und anderen politischen Gegnern des NS-Regimes. Anlässlich des 70. Jahrestages der Gesetzesverkündigung beleuchtet der Historiker Jochen Rehberg in Zusammenarbeit mit dem Aktionsbündnis „Langenhagener gegen rechte Gewalt“ in der
Teestube der IGS Langenhagen
am 19. März um 19:00 Uhr
(der Eintritt ist frei)
die einzelnen Schauplätze des Terrors in und um Hannover: Dazu gehört die während der Reichspogromnacht 1938 niedergebrannte Synagoge in der Bergstraße im Herzen der Stadt Hannover. Sowie die Judenhäuser als erste Station auf dem Weg in die Konzentrationslager, die in den folgenden Jahren im gesamten Stadtgebiet eingerichtet wurden.
Auch wird der Historiker auf die Geschichte eines bisher in weiten Teilen der Bevölkerung eher unbekannten Orts in Hannover eingehen: Der jüdischen Gartenbauschule in Ahlem – in der Regimegegner wie der Sozialdemokrat Kurt Schumacher festgehalten wurden und auf deren Gelände es zu massenhaften Hinrichtungen von Gestapo-Häftlingen kam. Historisch abschließen will Rehberg seinen Vortrag mit der Geschichte der sowjetischen Zwangsarbeiter, deren Leichen gegen Ende des 2. Weltkriegs auf dem Stadtfriedhof Seelhorst verscharrt wurden.
Hinweis:
Entsprechend §6 Abs. 1 VersG sind Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zu zuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Veranstaltung ausgeschlossen.
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Gedenken KZ Langenhagen
Frauen-Konzentrationslager Langenhagen – Gedenkveranstaltung
Am 6. Januar 2009 veranstaltet das Aktionsbündnis „Langenhagener gegen Rechte Gewalt“ um 18 Uhr am Mahnmal zum Frauen-KZ Langenhagen am Brinker Hafen (Hackethalstraße, Hannover) eine Gedenkveranstaltung. Es soll den Opfern des Nationalsozialismus und speziell der Frauen aus dem KZ Langenhagen gedacht werden. Es wird der Langenhagener Bürgermeister Friedhelm Fischer sprechen. Der
Chor des DGB Hannover wird die Gedenkveranstaltung musikalisch umrahmen.
Das damals auf Langenhagener Stadtgebiet gelegene Konzentrationslager wurde am 06.01.1945 durch einen alliierten Bombenangriff zerstört und danach von den Nazis geräumt.
Der Standort des Mahnmals ist unter dem folgenden Link zu OpenStreetMap verzeichnet: Karte
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Gedenken an die Reichspogromnacht vor 70 Jahren
Am 9. November 2008 veranstaltet das Aktionsbündnis „Langenhagener gegen Rechte Gewalt“ um 17 Uhr am Mahnmal im Rathausinnenhof eine Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht. Es soll den Opfern des Naziregimes gedacht werden. Bürgermeister Friedhelm Fischer wird eine Ansprache halten.

Niedergelegte Rosen an der Stele
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Themenabend: The Truth Lies In Rostock
Am Mittwoch, den 22. Oktober zeigt das Aktionsbündnis Langenhagener gegen rechte Gewalt den Dokumentarfilm “The Truth Lies In Rostock”. Der Film beschäftigt sich mit den Pogromen von Rostock-Lichtenhagen die Anfang der neunziger Jahre weltweit für Schlagzeilen sorgten. Gezeigt werden Bilder von “ganz normalen Deutschen” die sich mit organisierten Neonazis verbündeten und die Zentrale Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge und ein anliegendes Heim für sogenannte Gastarbeiter über mehrere Tage hinweg attackierten – ohne dass die Polizei nennenswert eingriff.
Beginn: 19.30 Uhr
Ort: Café Monopol im Haus der Jugend am Langenforther Platz
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